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Ein Güterzug ist ein Zug, der zu dem Transport von Gütern dient. Güterzüge werden in aus besonders auf ihren Verwendungszweck ausgerichteten Güterwaggons und (meistens) Lokomotiven gebildet. So gibt es neben den möglichst universellen Güterwagen spezielle Wagen für Container, Autotransport, gekühlte Waren, Holz, Kohle, Kesselwagen für Flüssigkeiten wie Öl und viele mehr. Güterzüge die ca. aus einer Wagenart bestehen, werden Ganzzüge genannt.
Güterzügen mit Personenbeförderung gelten bei den Bahnen in Deutschland
gemäß Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) als Reisezüge.
Die Länge eines Güterzuges darf in Deutschland höchstens 700 m betragen.
Diese maximale Länge wird aber durch das Bremsvermögen des gesamten Zuges und die Anzahl der Wagenachsen eingeschränkt. Die Bremsen von Lok und Güterwagen müssen die gesamte Last des Zuges in dem Bremswegabstand zu dem nächsten Signal sicher abbremsen können. Das Bremsvermögen des Zuges kann durch Wagen beeinträchtigt sein, die von der Bauart her keine selbsttätig wirkende Druckluft-Bremse besitzen oder durch Wagen, deren Bremsen ausgeschaltet sind. Vor Beginn einer Zugfahrt, auch nach einer Zugumbildung, muss daher das Bremsvermögen des Güterzuges rechnerisch ermittelt sowie die zulässige Länge des Zuges überprüft werden.
Güterzüge verkehren wie Personenzüge nach Fahrplan. Bei Bedarf können zusätzliche Güterzüge eingesetzt werden. Für diese besteht bereits ein Bedarfsfahrplan der noch freie Kapazitäten der Bahnstrecken ausnutzt und Umwege in Kauf nimmt.
Es gibt zwei Arten von Güterzügen:
- Ganz- oder Blockzüge: Beförderung einer Sendung von einem zu dem anderen Kunden in einem zwischen Abgangsbahnhof und Zielbahnhof unverändert zusammenbleibenden ganzen Zug, wobei meist Waggons gleicher Bauart zusammengestellt sind. Dies begünstigt bei Versender wie Empfänger standardisierte Be- und Verladevorgänge und Einrichtungen, die speziell auf den Wagentyp abgestimmt sind.
- gemischte Güterzüge des Wagenladungsverkehrs oder Einzelwagenverkehrs: aus einzelnen Waggons für verschiedene Kunden zusammengesetzte Züge, die in Rangierbahnhöfen zerlegt und neu zusammengestellt (rangiert) werden müssen.
Güterzüge fahren überwiegend Nachts, um die Strecken besser auszulasten und den Personenverkehr nicht auszubremsen. Güterzüge haben eine kleinere Reisegeschwindigkeit als Personenzüge. In der Regel beträgt diese 90 Km/h, der Inter Cargo Express verkehrt mit 140 Km/h.
Der Güterverkehr der Bahn hat in den letzten Jahrzehnten in einigen Bereichen stark an Bedeutung verloren, da die Bahn für den Wagenladungsverkehr einschließlich Stückgutverkehr nach erheblichem Rückbau von Eisenbahninfrastruktur besonders nach der Privatisierung der Eisenbahn gegenüber dem LKW zu unflexibel und teuer geworden ist. In anderen Bereichen, wie dem mehrheitlich mit Ganzzügen gefahrenen Schüttgüterverkehr, Container- und Großfrachten hat gerade auf weiten Strecken die Bedeutung des Schienenverkehrs zugenommen, da für diese Verkehre der LKW nicht mehr und das Binnenschiff ca. beschränkt wettbewerbsfähig sind. Die verstärkten Verkehre auf kurzen Relationen verschärfen allerdings die Situation auf den Autobahnen, da sich das Verkehrsaufkommen und somit auch die Staugefahr sowie die Umweltbelastung drastisch erhöht haben. Dem soll voraussichtlich ab 2005 auch in Deutschland durch die LKW-Maut toll-collect gegengesteuert werden.
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